Alkoholabhängigkeit
Alkoholabhängigkeit heisst: Das Trinken schädigt Gesundheit und Alltag, und aufzuhören oder weniger zu trinken fällt schwer, auch wenn der Wunsch danach da ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Mehr Alkohol als geplant, Schuldgefühle nach dem Trinken und Rückmeldungen aus dem Umfeld gehören zu den frühen Zeichen.
- Vom riskanten Trinken zur Abhängigkeit ist der Übergang oft fliessend.
- Gespräche und Beratung bilden die Grundlage der Behandlung; Medikamente können das Verlangen dämpfen und die Abstinenz unterstützen.
Wirkstoffe bei Alkoholabhängigkeit
Antabuse enthält Disulfiram, Revia Naltrexon und Campral Acamprosat. Alle drei gibt es als Tablette: Antabuse zu 250 oder 500 mg, Revia zu 50 mg, Campral zu 333 mg.
Disulfiram greift in den Abbau von Alkohol im Körper ein. Wer dazu trinkt, reagiert häufig mit Unwohlsein, Übelkeit und Kopfschmerz. Naltrexon wirkt auf die Opioidrezeptoren. Es dämpft das Verlangen und die Belohnung, die vom Trinken ausgeht; eingesetzt wird der Wirkstoff auch bei Opioidabhängigkeit. Acamprosat stützt die Abstinenz und kann die Rückfallgefahr senken.
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