PCT und Männerfitness
Clomifen, Tamoxifen, Anastrozol, Letrozol und Exemestan kommen als Tabletten. Clomifen und Tamoxifen sind selektive Östrogenrezeptormodulatoren, die anderen drei Aromatasehemmer. Unter PCT und Männerfitness stehen beide Gruppen. PCT steht für Post-Cycle-Therapie, die Nachbehandlung nach einer Kur mit anabolen Steroiden.
Das Wichtigste in Kürze
- Clomifen und Tamoxifen gehören zu den selektiven Östrogenrezeptormodulatoren. Sie setzen je nach Gewebe unterschiedlich am Östrogenrezeptor an.
- Anastrozol, Letrozol und Exemestan hemmen die Aromatase. Exemestan zählt dabei als steroidaler Aromatase-Inaktivator.
- Clomifen blockiert das Negativfeedback im Hypothalamus. Daraufhin schüttet die Hirnanhangsdrüse mehr follikelstimulierendes und luteinisierendes Hormon aus.
- Genannt werden Übelkeit, Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Wassereinlagerungen, Gelenkschmerzen und Müdigkeit.
Clomid, Nolvadex, Arimidex, Femara und Aromasin
Clomid enthält Clomifen in 25, 50 und 100 mg, Nolvadex enthält Tamoxifen in 10 und 20 mg. Beide zählen zu den selektiven Östrogenrezeptormodulatoren. Clomifen blockiert das Negativfeedback im Hypothalamus und regt die Hirnanhangsdrüse an, mehr follikelstimulierendes Hormon und luteinisierendes Hormon auszuschütten; so wird der Eisprung angestossen. Eingesetzt wird es bei anovulatorischer Infertilität. Tamoxifen bindet an die Östrogenrezeptoren im Brustgewebe und bremst dadurch das Wachstum von Brustkrebszellen, die auf Östrogen angewiesen sind.
Die übrigen drei sind Aromatasehemmer: Arimidex enthält 1 mg Anastrozol, Femara 2.5 mg Letrozol und Aromasin 25 mg Exemestan. Alle drei werden im Zusammenhang mit Brustkrebs genannt. Exemestan gilt als steroidaler Aromatase-Inaktivator, die beiden anderen als nicht steroidale Aromatasehemmer.
Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Gegenanzeigen
Nebenwirkungen
Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen Übelkeit, Kopfschmerzen, Brustbeschwerden, Hitzewallungen, Wassereinlagerungen, Kraftlosigkeit, Gelenkschmerzen und Müdigkeit. Bei schweren Hautreaktionen, thromboembolischen Beschwerden, abnormalen Uterusblutungen, Knochenfrakturen oder einem Schlaganfall ist sofort ärztliche Hilfe nötig.
Wechselwirkungen
Genannt werden Östrogene, östrogenhaltige Therapien und östrogenbasierte Nahrungsergänzungsmittel, ausserdem Warfarin, Rifampicin und Johanniskraut. Auch die gleichzeitige Anwendung von Tamoxifen und Letrozol ist als Wechselwirkung aufgeführt. Fragen zur persönlichen Medikation klären Ärztin, Arzt oder Apotheke.
Gegenanzeigen
Als Gegenanzeigen gelten Lebererkrankungen, Schwangerschaft und Stillen, thromboembolische Erkrankungen in der Vorgeschichte, abnormale Uterusblutungen sowie eine Überempfindlichkeit gegen den jeweiligen Wirkstoff. Bei prämenopausalen Frauen werden Aromatasehemmer ebenfalls als Gegenanzeige genannt.
Weiterführende Informationen
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