Ciprofloxacin
Ciprofloxacin ist ein Fluorchinolon-Antibiotikum und wird bei bakteriellen Infektionen eingesetzt, etwa bei Harnwegs- und Atemwegsinfektionen. Cipro enthält den Wirkstoff in vier Stärken: 250, 500, 750 und 1000 mg, alle als Tablette.
Medikament mit Ciprofloxacin
Das Wichtigste in Kürze
- Fluorchinolone wie Ciprofloxacin können Sehnenentzündungen, Sehnenrisse, Nervenschäden in Armen und Beinen und Wirkungen auf das zentrale Nervensystem auslösen. Diese Beschwerden können zusammen auftreten und dauerhaft bleiben; beim ersten Anzeichen wird das Mittel abgesetzt.
- Bei einer akuten Verschlechterung der chronischen Bronchitis, einer akuten unkomplizierten Blasenentzündung und einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung ist Ciprofloxacin nur für Personen ohne andere Behandlungsmöglichkeit vorgesehen.
- Ciprofloxacin hemmt das Leberenzym CYP1A2. Arzneimittel, die über diesen Weg abgebaut werden, erreichen dadurch höhere Konzentrationen im Blut.
Wirkung von Ciprofloxacin
Ciprofloxacin zählt zu den Antibiotika und gehört zur Gruppe der Fluorchinolone. Im Bakterium blockiert es zwei Enzyme, die es für die Vervielfältigung und Reparatur seines Erbguts braucht: die Topoisomerase II, auch Gyrase genannt, und die Topoisomerase IV. Ohne diese Enzyme kann sich die Bakterienzelle nicht mehr teilen und stirbt ab. So wirkt es bei einer Harnwegsinfektion oder einer anderen bakteriellen Infektion.
Der Angriffspunkt ist eng umrissen, und deshalb können Bakterien mit der Zeit unempfindlich werden. Sie verändern die beiden Enzyme in kleinen Schritten, bis das Antibiotikum nicht mehr andockt. Bei normaler Nierenfunktion liegt die Halbwertszeit im Blut bei etwa vier Stunden.
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