Imiquimod
Imiquimod regt die körpereigene Abwehr in der Haut an. Der Wirkstoff steckt in Aldara 5% Creme, die in Beuteln abgefüllt ist und bei aktinischer Keratose, oberflächlichem Basalzellkarzinom und Genitalwarzen angewendet wird.
Medikament mit Imiquimod
Das Wichtigste in Kürze
- Imiquimod kommt als Creme auf die Haut; Tabletten oder Kapseln mit dem Wirkstoff gibt es nicht.
- Aldara 5% Creme ist die einzige Imiquimod-Zubereitung, weitere Stärken sind nicht gelistet.
- An der behandelten Stelle treten oft Rötung, Schuppung, Juckreiz oder Brennen auf. Augen und Schleimhäute werden ausgespart.
Wie Imiquimod wirkt
In der Haut bindet Imiquimod an den Toll-like-Rezeptor 7, einen Rezeptor des angeborenen Immunsystems. Die Zellen vor Ort schütten daraufhin Botenstoffe wie Interferon alpha aus. Das lockt Abwehrzellen an die behandelte Stelle und bringt die örtliche Immunantwort in Gang.
Diese Reaktion richtet sich gegen virusbefallene Zellen und gegen verändertes Hautgewebe. So erklärt sich, dass dieselbe Creme bei so unterschiedlichen Hautbildern wirkt: bei aktinischer Keratose, einer rauen, rötlichen Stelle nach langjähriger Sonnenbelastung, beim oberflächlichen Basalzellkarzinom, einem langsam und flach wachsenden hellen Hauttumor, und bei Genitalwarzen, die durch humane Papillomviren entstehen. Alle drei zählen zu den Erkrankungen der Haut.
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