Das Wichtigste in Kürze
- Die feste Kombination enthält 300 mg Tenofovir und 200 mg Emtricitabin in einer Tablette.
- Bei einer Hepatitis-B-Infektion soll vor Behandlungsbeginn ein HIV-Test angeboten werden; nach dem Absetzen sind über mehrere Monate Kontrollen nötig.
- Bei nukleosidischen Analoga wie Tenofovir wurden eine Laktatazidose und eine schwere Leberschwellung mit Fettablagerung beschrieben, in Einzelfällen mit tödlichem Ausgang. Auch Nierenschäden bis zum Fanconi-Syndrom sind berichtet worden.
Wirkung von Tenofovir
Tenofovir gehört zu den nukleotidischen Reverse-Transkriptase-Hemmern. In der Zelle wird der Wirkstoff in seine aktive Form umgewandelt, die einem natürlichen Baustein der viralen Erbsubstanz gleicht. Taucht dieser Baustein beim Aufbau der Virus-DNA auf, bricht die Kette ab. Das Virus kann sich nicht weiter vermehren, die Virusmenge im Blut sinkt.
Emtricitabin, der zweite Wirkstoff der Tablette, ist ein nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Hemmer und greift am gleichen Schritt an. Beide zählen zu einer Wirkstoffgruppe, die in der HIV-Behandlung eingesetzt wird. Tenofovir wirkt auch gegen das Hepatitis-B-Virus.