Terbinafin
Terbinafin ist der Wirkstoff in Lamisil 250 mg Tabletten. Das Antimykotikum aus der Gruppe der Allylamine wirkt von innen über den Blutkreislauf und wird bei Pilzinfektionen der Haut und der Nägel eingenommen.
Medikament mit Terbinafin
Das Wichtigste in Kürze
- Bei einer akuten oder chronischen Lebererkrankung ist Terbinafin nicht geeignet, ebenso wenig bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff.
- Leberschäden (Hepatotoxizität), ein Mangel an weissen Blutkörperchen (Neutropenie) und schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie) sind ernste Nebenwirkungen und erfordern sofortige ärztliche Hilfe.
- Wechselwirkungen sind mit Rifampicin, Cimetidin und Warfarin möglich; wer eines dieser Mittel einnimmt, klärt die Kombination mit der Ärztin, dem Arzt oder der Apotheke ab.
Wie Terbinafin wirkt
Terbinafin hemmt das Enzym Squalenepoxidase in der Pilzzelle. Dadurch kann der Pilz kein Ergosterol mehr aufbauen, einen grundlegenden Bestandteil seiner Zellmembran. Gleichzeitig sammelt sich Squalen in der Zelle an, was den Pilz abtötet.
Weil Terbinafin als Tablette über den Blutkreislauf wirkt, erreicht es auch Stellen, die von aussen schwer zu behandeln sind, etwa das Nagelbett. Eingenommen wird es bei Tinea pedis, Tinea cruris, Tinea corporis und bei Onychomykose, also bei Pilzbefall der Haut, der Leisten und der Nägel. Alle vier zählen zu den Pilzinfektionen.
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