Hirsutismus
Hirsutismus bedeutet, dass Frauen an Gesicht, Hals, Brust, Bauch, unterem Rücken, Gesäss oder Oberschenkeln dichtes, dunkles Haar wachsen. Häufig stehen dahinter veränderte Androgenspiegel, die sogenannten männlichen Hormone.
Das Wichtigste in Kürze
- Hirsutismus kann erblich bedingt sein oder durch eine hormonelle Störung entstehen; nicht immer lässt sich eine klare Ursache finden.
- Begleitend können unregelmässige Zyklen, Akne oder eine tiefere Stimme auftreten; solche Zeichen gehören medizinisch abgeklärt.
- Ob eine Behandlung gewünscht ist, hängt vom Leidensdruck der Betroffenen ab und nicht allein vom Ausmass des Haarwuchses.
Wirkstoffe gegen Hirsutismus
Vaniqa enthält Eflornithin und wird als Creme in einer Tube äusserlich aufgetragen. Eflornithin hemmt ein Enzym, das am Haarwachstum beteiligt ist, und bremst so das Nachwachsen der Haare an den behandelten Hautstellen.
Diane 35 ist eine Tablette, die Cyproteron mit Ethinylestradiol kombiniert. Cyproteron wirkt antiandrogen, Ethinylestradiol ist ein Östrogen. Damit setzt die Kombination an der hormonellen Seite an, die beim Hirsutismus eine Rolle spielt. Das Produkt ist zudem bei Akne gelistet.
Welcher Wirkstoff im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von Ursache und Befund ab. Diese Frage klären Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder Ihre Apotheke.
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