Daclatasvir
Daclatasvir gibt es in zwei Tablettenpräparaten zu je 60 mg: Daklinza enthält den Wirkstoff allein, Natdac kombiniert ihn mit Sofosbuvir und Tenofovirdisoproxil. Beide werden bei chronischer Hepatitis C eingesetzt.
Das Wichtigste in Kürze
- Daclatasvir ist ein NS5A-Hemmer. Der Wirkstoff blockiert ein Eiweiss des Hepatitis-C-Virus, das für die Vermehrung der Erbsubstanz und den Zusammenbau neuer Viren nötig ist.
- Bei gleichzeitiger Gabe von Amiodaron sind schwere Bradykardien beschrieben. Ein sehr langsamer Puls erfordert sofortige ärztliche Hilfe.
- Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin und Johanniskraut gehören zu den starken CYP3A4-Induktoren. Sie können den Wirkspiegel senken und werden nicht gleichzeitig angewendet.
Fragen zur Behandlung
Warum wird Daclatasvir mit anderen Wirkstoffen kombiniert?
Daclatasvir greift am NS5A-Protein an, ein zweiter Wirkstoff wie Sofosbuvir an einer anderen Stelle des Virus. Zwei Zielstrukturen gleichzeitig machen es dem Virus schwerer, sich zu vermehren. Für ein dauerhaftes Ansprechen auf die Behandlung ist das entscheidend.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Häufig sind Kopfschmerzen, Müdigkeit und Übelkeit. Zu den ernsten Nebenwirkungen zählen Leberversagen und eine Reaktivierung von Hepatitis B; beide verlangen unverzügliche ärztliche Abklärung. Bei Fragen zur eigenen Situation hilft die Ärztin, der Arzt oder die Apotheke weiter.
Weiterführende Informationen
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