Konjugierte Estrogene
Premarin enthält konjugierte Estrogene als 0.625 mg Tablette. Eingesetzt wird das Präparat bei Wechseljahresbeschwerden und bei Östrogenmangel, also dann, wenn der Körper selbst zu wenig Estrogen bildet.
Medikament mit Konjugierte Estrogene
Das Wichtigste in Kürze
- Der hervorgehobene Warnhinweis nennt vier Risikobereiche: Gebärmutterschleimhautkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Brustkrebs und eine wahrscheinliche Demenz. Die Memory Study fand dieses Demenzrisiko bei Frauen ab 65, die Estrogen allein einnahmen.
- Wer eine Gebärmutter hat und Estrogen ohne zusätzliches Gestagen einnimmt, hat ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterschleimhautkrebs.
- Die Women’s Health Initiative beobachtete 7.1 Jahre lang: Unter täglich eingenommenem konjugiertem Estrogen traten mehr Schlaganfälle und tiefe Venenthrombosen auf als unter Placebo.
Wie konjugierte Estrogene wirken
Konjugierte Estrogene sind keine einzelne Substanz, sondern eine Mischung mehrerer Estrogene, die gemeinsam wirken. Nach der Einnahme als Tablette besetzen sie die Estrogenrezeptoren, an denen sonst das körpereigene Hormon andockt.
Die Temperaturregulation gerät dadurch nach den Wechseljahren weniger aus dem Gleichgewicht: Hitzewallungen und nächtliche Schweissausbrüche werden seltener. Auch die dünner gewordene Schleimhaut in der Scheide wird wieder widerstandsfähiger.
Premarin ist der Markenname, unter dem die Mischung als 0.625 mg Tablette vorliegt. Estrogene zählen zum Bereich Frauengesundheit, angewendet werden sie bei Wechseljahresbeschwerden und bei Östrogenmangel.
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